Gesundheitswissen aktuell: Gymnastik

 

 

 

Gymnastik: Bauch-Beine-Po

Der Kult um die Bereiche Bau, Beine und Po oder Schönheit ist nicht etwas, was man von Natur aus hat. Das Streben nach der perfekten Figur ist heutzutage für einen Großteil der Menschen zu einer Einstellung geworden. Muskulös und gut durchtrainiert soll ein Mann sein und vor Allem schlank die Frau.


Das Streben nach einer perfekten Figur bezogen auf einen knackigen Po, straffen Beinen und einen festen Bauch, was den sogenannten „Problemzonen“ der Frau entspricht, hat den Begriff Problemzonengymnastik geprägt. Zahlreiche Hersteller versprechen, dieses Schönheitsideal mit minimalem Aufwand und explizit nach ihrer Methode zu erreichen, ganz nach dem Motto "Schönheit ist nicht etwas, was man von Natur aus hat, Schönheit ist machbar geworden“ (Schmidt, 2001, S. 78).

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Ob dieses Schönheitsideal von der Gesellschaft ausgeht, die Schönheit „verlangt“ oder ob Schönheit von einem selbst ausgeht, ist dabei ein interessanter Gesichtspunkt. Höchstwahrscheinlich muss man davon ausgehen, dass der Druck von Außen das individuelle Schönheitsideal maßgeblich prägt.

Ob ein fester Bauch, ein knackiger Po oder straffe Beine allein mit Abnehmen oder Diät erreichbar ist, muss bezweifelt werden. Ohne die richtige Bewegung mag "Frau" schlank werden, aber keinesfalls knackig.

Dazu gehört ein Kräftigungsprogramm und ebenso können Ausdauereinheiten hilfreich sein. Ohne Muskeln keine Verbrennung, daher hilft der Aufbau von Muskulatur, überschüssige Fettzellen verschwinden zu lassen. Genau hier setzt Bauch-Beime-Po Gymnastik an. Muskeln stärken im Sinne der Ausdauerkraft oder Kraftausdauer, also ein Training der Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei langandauernden Kraftleistungen anstelle von einmalige nmaximalen Kraftentwicklungen (vgl. Frey, 1994). Des Weiteren sollen durch kräftigende Übungen das Körpergefühl verbessert werden, Haltungsschwächen abgebaut oder vermieden werden und die angesprochenen Muskelbereiche gestärkt werden.

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Der Unterschied zu Ernährungsplänen- oder Tipps und der Vorteil diesen gegenüber liegt darin, dass Übungen die Muskelgruppen stärken und straffen. Ernährungsvorschläge unterstützen die Gewichtsreduktion, wobei hingegen ohne spezifische Übungen die Straffung der Muskulatur leider nur schleppend voran geht. Die optimale Umsetzung um dem Kult des Schönheitsideals umzusetzen ist demnach eine Kombination aus Ernährungsplan und Trainingskonzept.

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Ziele der Bauch-Beine-Po Gymnastik

1. Straffere Muskulatur – bessere Figur
In der Regel ist das Hauptziel dass man in geraumer Zeit eine bessere Figur bekommt bzw. mit zufriedener uns selbstbewusster auftreten kann.

2. Verbesserung der Kraftausdauer
Durch eine Optimierung der Kraftausdauer werden auf der einen Seite alltägliche Abläufe bzgl. der Bewegung einfacher und eine größere bzw. intensivere Auswahl an Übungen für die Zukunft ermöglicht.

3. Verbesserung der Grundlagenausdauer (Gewichtreduzierung)
Die Grundlagenausdauer ist ein wesentlicher Bestandteil einer Zielsetzung von Bauch-Beine-Po Kursen, da über langanhaltende Belastungen die Fettverbrennung bzw. eine negative Kalorienbilanz entstehen soll. Die negative Kalorienbilanz kann man schneller zwar über Krafttraining erreichen, wenn man genug Ausdauer hat, es lange genug durchzuführen.

4. Verbesserung der Körperwahrnehmung
Durch eine bewusste Ausführung von Übungen oder ansprechen bisher vernachlässigter Muskelgruppen ist eine Optimierung der Körperwahrnehmung möglich.

5. Spaß an Bauch-Beine-Po Training
Entscheidend wird seion, Spaß am Sport bzw. Spaß am Bauch-Beine-Po-Training zu bekommen. Nur mit Spaß ist die notwendige Kontinuität denkbar, ohne die ein jedes Programm zum Scheitern verurteilt ist.

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Literaturtipps:

Fach, H.-H. (1998). Trainingsbuch Bauchmuskulatur. Hamburg: Rowohlt.

Frey, G. & Kildenbrandt, E. (1194). Einführung in die Trainingslehre. Teil 1: Grundlagen (2., überarbeitete u. erweiterte Auflage). Schorndorf: Hofmann.

Kalies, R. (1982). Präventives Ausdauertraining für untrainierte
Frauen. In: Czwalina, C. & Jost, E. (Hrsg.). Sportwissenschaft und Sportpraxis, 41. Hamburg: Czwalina.

Mießner, W. (2002). Richtiges Bodystyling. München: BLV.

Schmidt, G. (2001). Identität und Body-Image. Die soziale
Konstruktion des Körpers
. Dissertation zur Erlangung des akademisches Grades Doktor der Sozialwissenschaft in der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Eberhard-Karls Universität Tübingen.

Wolters, Christine (2001). Bodyconcept Bauch. Hamburg: Rowohlt.